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Sonntag, 29. März 2020

Jasper spontan!

Ai,ai,ai. Ende März und die Welt ist im Chaos. Was so alles in ein paar Wochen passieren kann. Auf dieses Thema gehe ich nicht ein, denn Jeder kann sich über das Internet selbst ein Bild von der Situation machen. Uns Beiden geht es gut und das ist die Hauptsache. Harry ist in seinem Beruf sehr beschäftigt, weil er für eine Firma fährt, die Lebensmittel liefert. Sein Job ist also noch sehr sicher.

Warum ich einen neuen Beitrag schreibe? Auch wenn es Ende März ist, hat uns der Winter in den Rocky Mountains immer noch voll im Griff. Deshalb gibt es ein letztes Mal einen Winterbericht mit Winterfotos für euch zum Bestaunen. Alle Bilder in diesem Beitrag sind nicht bearbeitet, sondern so übertragen, wie sie auf der Kamera waren. Außer das Handy-Selfie am Schluss ;). 

Mittlerweile habe ich einige Beiträge von unseren Jasper-Trips erstellt, und auch dieses Mal wird es wieder.... na was.... Jasper. Ich kann nie genug kriegen.

Im Dezember genau zur Weihnachtszeit hatten wir wieder sehr spontan entschieden, wir wollen wieder Abenteuer, anstatt alleine zu Hause zu feiern. Das Hotel hatten wir in Valemount gebucht, weil Jasper zur Weihnachtszeit unbezahlbar war. Man zahlt in Jasper das Doppelte. 

Am 24. Dezember Früh morgens vor Sonnenaufgang ging es los. Bei einem Pflichttankstopp dann diese atemberaubende Aussicht. Die Sonne bannte ihren Weg in das Tal und der Tag versprach blauen Himmel.


Am Tag vor unserer Reise gab es noch einen dicken Schneesturm auf dem Icefields Parkway und dieser war noch bis zum Abend davor sogar noch gesperrt. Wir trauten uns trotzdem drauf und haben es nicht bereut.



 
Die Straßen waren mit Schnee und Eis bedeckt, aber gut geräumt. Nichts Ungewöhnliches im Winter und nichts, was man mit guten Winterreifen nicht meistern kann.

Was tut man nicht alles für ein Foto? Mit Schneehosen geht alles... :)

Weit und Breit nichts los, sogar die Waldbewohner ließen sich gemütlich Zeit und sich nicht stören.

Schnee gibt es genug!
Vor den Straßenverhältnissen sollte man im Winter großen Respekt haben. Keiner ist sicher. Nicht mal das Streufahrzeug.
Die Zufahrt zu den Sunwapta Falls war nicht möglich. Der Schnee war tiefer als die Reifen. Die Priorität des Schneeräumens lag auf den Hauptstrecken.... Nicht schlimm, diese Falls hatten wir im Winter schon öfters gesehen.
Der Zugang zu den Athabasca Falls war aber mit Vorsicht möglich.


In Jasper haben wir noch etwa 1 Stunde Tageslicht erwischt, damit Harry auf dem Pyramid Lake noch ein paar Runden auf der riesigen Eislauffläche drehen konnte. Die Bahn war zwar schmal aber sehr lange auf den See hinaus und ein Rundlauf. 

Am nächsten Morgen, am 25. Dezember..... nach einem gemütlichen Frühstück fast ganz alleine im Hotel, gab es die spontane Entscheidung, in den Wells Gray Park zu fahren. Dort waren wir im Winter noch nie und ich freute mich wie Bolle auf was Neues! Von Valemount nach Clearwater waren es nur knappe 200km und 2 Stunden Fahrt, wenn die Straßen geräumt sind. Das waren sie.

Gleich in Clearwater angekommen unternahmen wir die erste Wasserfall-Wanderung.
Ein Wasserfall, im Wells Gray Park, den fast keiner kennt, weil er nicht ausgeschildert ist. Triple Decker Falls, ca. 60m hoch und ein Dreistufen Wasserfall. 
Im Winter nur mit Spikes zu belaufen, weil es sehr steil nach unten geht. 
Oben am Beginn des Trails hängen Wanderstöcke, die man mit nach unten nehmen kann und wieder dort lässt, wenn man fertig ist. Der Wanderweg ist nur 800m lang, aber steil nach unten. 
Beschreibung zum Finden: Vom Kreisel in Clearwater genau 3.8km Richtung Park fahren. Rechts kommt die Greer Road, dann nach 500m kommen rechts und links an der Straße Betonmarkierungen. Genau am Ende dieser Betonmarkierungen auf linker Seite ist ein kleiner Pull out, mit einem hässlichen ausgebleichtem Schild „Woodlot 301“. Der Wanderweg beginnt am südlichen Ende dieses Pull Outs. Nach etwa 500m den Berg runter kommt ein Wegweiser an einem Baum. Nach links abbiegen und weiter nach unten laufen. Direkt auf den Wasserfall zu.
Die Höhe und Dimension kann man auf einem Foto nicht richtig festhalten. Die "Wanderung" hatte sich auf jeden Fall gelohnt.

Dann ging es weiter in den Park zu den restlichen Wasserfällen. Diesen Eingang kennt jeder aus dem Sommerurlaub, aber nur Wenige kennen ihn so verschneit.

Die 90m breiten Dawson Falls hatten nicht viel weniger Wasser als im Sommer. Da war ich überrascht, wieviel Wasser noch runter kam.
Mit 141 Metern der viert höchste Wasserfall in Kanada. Wir hatten ihn für uns alleine. Das Wasser fällt so leicht wie auf Watte und es hörte sich auch so an.

Dann war es auch schon an der Zeit, die Rückfahrt ins Hotel in Valemount anzutreten, denn im Winter hält das Tageslicht nicht lange und es ist immer besser, auf eisigen Straßen bei Tageslicht zu fahren (wegen den Waldbewohnern, die ganz plötzlich auf die Straße springen können). Wir wissen nun, wenn wir diese Aktion nochmal starten, dann mit einer Übernachtung in Clearwater vor Ort, damit wir auch zu noch mehr Wasserfällen wandern können.

Heiligabend verbrachten wir in einem Restaurant in Valemount an einem typisch kanadischen Weihnachts-Buffet. Dazu hatten wir uns chic angezogen, aber wie sich herausstellte, gar nicht nötig. Die restlichen Restaurantbesucher waren ganz normal angezogen und manche sogar in Jogginghose und Flip Flops... Frechheit, nicht mal zu Weihnachten kann man sich etwas heraus putzen?

Am Morgen des 26.Dezember gab es für mich die beste Bescherung seitdem wir in Kanada sind. Wenn ich einen König persönlich gesehen hätte, bekäme ich Gänsehaut. Das ist mir an dem Tag passiert und zusätzlich hatte ich auch noch Tränen in den Augen.

Diesen Gipfel wolkenfrei zu sehen, ist wie ein sechster im Lotto. Dann aber noch im goldenen Schein der aufgehenden Sonne ist für mich der absolute Highlight der letzten 9 Jahre Kanada. Darf ich vorstellen, seine Majestät Mount Robson, mit 3954m der höchste Gipfel der kanadischen Rockies. Das Foto kann nicht darstellen, welche majestätischen Ausmaße dieser Berg hat.


Die gesamte Rückfahrt nach Hause nach Calgary bestand nur aus natürlichen Bescherungen unter blauem Himmel. Ich brauche keine materiellen Dinge, ich bin glücklich, wenn ich unsere kanadischen Rocky Mountains immer wieder bestaunen kann.






In diesem Sinne, wünschen wir allen Lesern 
Alles Gute und bleibt gesund. 
Bis bald. Euer Harry und Ute in Kanada. 

Dienstag, 25. Dezember 2018

Rutsch-Wünsche

Bevor das Jahr 2018 nun auch zu Ende geht, hinterlassen wir noch einen letzten Beitrag für 2018.

Viel Neues gibt es nicht, nur der übliche Alltag des kanadischen Winters. Dieses Jahr ist es hier bei uns in Calgary besonders warm und die Temperaturen halten sich um den Gefrierpunkt im Normalrahmen. Letztes Jahr kann ich mich erinnern, dass um diese Zeit einige Außenaktivitäten geschlossen wurden, weil um die -30 Grad Celsius waren.

Weiter Richtung Berge, nur 2 Stunden Fahrt von uns sah es etwas anders aus. Bei gefühlten -26 Grad Celsius trieben wir uns in der Gegend um den Emerald Lake rum. Brrrrrr war das kalt.










Ein Foto von Harry habe ich auch gefunden, das ist von Ende November dieses Jahres.


In diesem Sinne, wünschen wir allen Lesern einen 
Guten Rutsch ins Neue Jahr 2019. 
Auf ein neues Abenteuer! 


Donnerstag, 15. März 2018

Ein Lichtblick am Ende des langen Wintertunnels

11.März, +7 Grad. Wolkenloser, blauer Himmel.
Mount Lorette Ponds im Kananaskis Country.
Ich setze mich auf den Steg, richte das Gesicht zur Sonne und schließe meine Augen. Die Sonne brennt so stark auf das Gesicht, dass man sich auf die durch den Winter bleich gewordene Haut schnell einen Sonnenbrand holen kann. Man könnte meinen, es wäre Sommer.
Ich träume vor mich hin und mein Lieblingsgeruch steigt mir in die Nase: Der Rauch von brennendem Holz, das von einem der besetzten Picknickplätze zu mir herüber weht. Hmmm, es wird gegrillt....

Der Schnee auf diesen Picknickplätzen ist noch ziemlich tief, aber einem waschechten Kanadier macht das nichts aus. Auf vier der Picknickplätze feiert man den sonnigen Sonntag.
Ich sitze da und lasse das Vitamin D auf mich wirken....


Das war vor ein paar Tagen, als ich zum ersten Mal in diesen langen Wintermonaten ein Sommerglücksgefühl hatte.  Der Winter ist noch lange nicht vorbei, denn ein paar Kilometer weiter am Upper Kananaskis Lake erwartete mich zwar auch purer Sonnenschein und absolute Stille. Aber  mehr Schnee.


Der Schnee war noch so tief, dass ein Picknicktisch zu meiner Sitzgelegenheit wurde. Die Sitzbank war noch unter dem Schnee begraben. Ich hab sie für euch für das Foto ausgegraben ;)
So genoss ich die Stille.


Was ist noch so in den vergangenen Wochen seit meinem letzten Beitrag passiert?
Nicht Viel, wir fahren immer wieder raus in die Natur. Ein Grund, warum wir nach Kanada gekommen sind. Hier die Fotos von Februar und Teils März.


Ein paar Tiere, denen der Winter nichts ausmacht...

Mamma Moose (Elchkuh)

Baby Moose

Warten die auf den Zug?

Auch ein schöner Rücken... äh... Po kann entzücken....
In der Nähe von Banff ist auch noch alles zugefroren.


Lake Minnewanka

Dramatische Wolken und Wind über Mount Rundle am Two Jack Lake (5. März) Brrr.

Der Aussichtspunkt zum Two Jack Lake noch ziemlich versperrt.
 Noch etwa 4 Wochen, dann sieht die Welt schon wieder besser aus und es gibt wieder den Lichtblick am Ende des langen Wintertunnels. Für diesen Winter sind das von uns die letzten "Schneefotos". Versprochen.

Etwa Mitte April bekommt ihr wieder blumige Grüße aus Vancouver. Schon das 5. Jahr in Folge werde ich mir eine Erholung vom Winter holen.... und die Eindrücke mit euch teilen...

Bis dann, im April!
Wollt ihr wissen, auf was ich mich freue? Auf ein anderes Weiß. Ich kann es kaum erwarten. Drückt mir die Daumen, dass das Wetter mitspielt :)

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