Libertas Schulze-Boysen

Libertas Schulze-Boysen
Libertas Schulze Boysen (US-CIC-Akte)

Libertas Schulze-Boysen, geborene Libertas Viktoria Haas-Heye (* 20. November 1913 in Paris; † 22. Dezember 1942 in Dritten Reich zur Widerstandsgruppe Rote Kapelle.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Feldurteildes Reichskriegsgerichts vom 19. Dezember 1942

Libertas Schulze-Boysen war das jüngste von drei Kindern des aus Otto Ludwig Haas-Heye (18791959) und dessen Frau Viktoria Ada Astrid Agnes, Fürstin zu Liebenberg geheiratet und danach zeitweise in Garmisch-Partenkirchen) und preußischen Adelsfamilie. Sie war das jüngste von acht Kindern des preußischen Diplomaten Philipp zu Eulenburg (18471921) und dessen schwedischer Ehefrau, Augusta Gräfin Sandels (18531941). Als Libertas acht Jahre alt war, ließen sich die Eltern scheiden. Libertas verbrachte einen Teil ihrer Kindheit auf dem bei Berlin gelegenen Landgut der Eulenburgs, [1] (heute Kunstgewerbemuseums in der Prinz-Albrecht-Straße 8 leitete. Auf den weiten Fluren dieses Gebäudes, das 1933 zur Lyzeum in Zürich. Nach dem Abitur und einem Aufenthalt in Großbritannien wurde sie 1933 in der Berliner Niederlassung der Filmgesellschaft NSDAP.[2]

1935 engagierte sich Libertas für denGlindow bei Potsdam. Seit Anfang der 30er Jahre verfasste sie Filmkritiken, die eine deutliche Nähe zur nationalsozialistischen Ideologie erkennen lassen.[3]. 1934 machte sie die Bekanntschaft von Reichspropagandaministerium Bildmaterial über deutsche Alexander Spoerl in der Kulturfilmzentrale Bildmaterial über Gewaltverbrechen an der Ostfront zu sammeln. Diese Informationen wurden zum Ausgangspunkt für ein Flugblatt. Nach Entdeckung der Verbindungen zur Sowjetunion wurden Libertas und ihr Mann verhaftet und vor dem Reichskriegsgericht angeklagt. Das Verfahren endete am 19Dezember 1942 mit Todesurteilen. Libertas Schulze-Boysen wurde im [4]

Ehrungen

  • Alexander Spoerl hat Libertas Schulze-Boysen seinen 1950 erschienenen Roman Lichtenberg wurde 1972 eine Straße nach dem Ehepaar Schulze-Boysen benannt.[5]
  • Die Libertas-Kapelle[6] im Schloss Liebenberg ist ihr gewidmet.
  • An ihrem letzten Wohnhaus in der Altenburger Allee 19 in Berliner Gedenktafel.

Literatur

  • Elsa Boysen: Harro Schulze-BoysenDas Bild eines Freiheitskämpfers (Erstauflage 1947), Fölbach Verlag, Koblenz 1992, ISBN 3-923532-17-2
  • Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen (Hrsg.): Libertas Schulze-Boysen. Filmpublizistin (Konzeption und Redaktion: Rolf Aurich, Wolfgang Jacobsen, Wenke Wegner, hrsg. in Zusammenarbeit mit der Deutschen KinemathekMuseum für Film und Fernsehen), edition text + kritik, München 2008, 170 S., ISBN 978-3-88377-925-6 (Band 7 der Buchreihe Film & Schrift)
  • ISBN 3-923532-28-8
  • Silke Kettelhake: Erzähl allen, allen von mir!“ Das schöne kurze Leben der Libertas Schulze-Boysen Droemer Knaur, 2008. 432 Seiten. ISBN 342627437X
  • Gert Rosiejka: Die Rote Kapelle. „Landesverratals antifaschistischer Widerstand.Mit einer Einführung von Heinrich Scheel. ergebnisse-Verlag: Hamburg 1986, ISBN 3-925622-16-0
  • Johannes Tuchel: Libertas Schulze-Boysen und die Rote Kapelle. Berlin 2004

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Band 5 (Fünf Schlösser) „Liebenberg “ – Liebenberg unter den Eulenburgs von 1867 bis jetzt
  2. Silke Kettelhake: Erzähl allen, …
  3. [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2010-1-027 Günter Agde: Rezension zu: Aurich, Rolf; Jacobsen, Wolfgang; Deutschen Kinemathek Museum f. Film u. Fernsehen. (Hrsg.): Libertas Schulze-Boysen. Filmpublizistin. München 2008, in: H-Soz-u-Kult, vom 13. Januar 2010
  4. Peter Steinbach und Johannes Tuchel: Lexikon des Widerstandes 19331945. C.H. Beck; 2. überarb. u. erw. Auflage 1998; ISBN 340643861X; S. 178f.
  5. Schulze-Boysen-Straße. In: Straßennamenlexikon des Kaupert)
  6. deutschland-im-internet.de

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