Eignungspruefungsordnung
Eignungspruefungsordnung
Eignungspruefungsordnung
Aufgrund von § 2 Absatz 1 in Verbindung mit § 38 Absatz 2 des Gesetzes über die
Hochschulen des Landes Mecklenburg-Vorpommern (Landeshochschulgesetz – LHG) in
der Fassung der Bekanntmachung vom 25. Januar 2011 (GVOBl. M-V S. 18), zuletzt
geändert durch Gesetz vom 21. Juni 2021 (GVOBl. M-V S. 1018) sowie dem Gesetz
über die Lehrerbildung in Mecklenburg-Vorpommern (Lehrerbildungsgesetz -
LehbildG M-V) in der Neufassung vom 25. November 2014 (GVOBl. M-V S. 606), zuletzt
geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 23. April 2021 (GVOBl. M-V S. 506), hat
die Hochschule für Musik und Theater Rostock folgende Satzung erlassen:
Inhaltsübersicht
I. Allgemeine Bestimmungen und Voraussetzungen der
Eignungsprüfung ................................................................ 3
§ 1 Geltungsbereich ......................................................................... 3
§ 2 Zweck der Eignungsprüfung ............................................................ 3
§ 3 Termine und Fristen .................................................................... 3
§ 4 Zulassungsvoraussetzungen für grundständige Studiengänge ..................... 3
§ 5 Zulassungsvoraussetzungen für Masterstudiengänge ............................... 4
§ 6 Vorzulegende Nachweise ............................................................... 4
§ 7 Zulassung zur Eignungsprüfung ........................................................ 5
II. Art und Umfang der Eignungsprüfung ................................... 5
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§ 16 Prüfungskommission .................................................................. 19
§ 17 Öffentlichkeit ......................................................................... 19
§ 18 Prüfungsprotokoll ..................................................................... 19
IV. Ergebnis der Eignungsprüfung .......................................... 20
§ 25 Inkrafttreten ........................................................................... 22
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§ 6 Vorzulegende Nachweise
(1) Mit der Anmeldung müssen Studienbewerberinnen und -bewerber, die noch
nicht an der Hochschule immatrikuliert sind, folgende Unterlagen im Bewerbungs-
portal hochladen:
1. tabellarischer Lebenslauf, der über Schulbildung, gegebenenfalls
Hochschulbildung und die bisherige künstlerische Entwicklung Aus-
kunft gibt,
2. Bewerberinnen und Bewerber für Staatsexamen Lehramt Musik und
Lehramt Theater (Darstellendes Spiel), Bachelor sowie für den
Diplom-Intensivstudiengang Schauspiel: eine Fotokopie des Zeugnisses
der Hochschulreife oder eines im Ausland erworbenen vergleichbaren
Schulabschlusszeugnisses oder eine Erklärung darüber, dass dieses
Zeugnis bis zum Studienbeginn voraussichtlich zu erwarten ist und
eine Fotokopie des letzten Schulzeugnisses oder, sofern die künstle-
rische Eignung an Stelle des Reifezeugnisses treten soll, eine ent-
sprechende Erklärung und eine Fotokopie des letzten Schulzeugnisses,
3. Bewerberinnen und Bewerber für Master oder Konzertexamen: eine
Fotokopie des Abschlusszeugnisses des vorangegangenen Studiums,
4. Nachweise über Studienzeiten und bereits abgelegte Prüfungen sowie
die jeweils erworbenen Leistungspunkte für Bewerberinnen und Be-
werber, die bereits an einer anderen Hochschule studiert haben,
5. Exmatrikulationsbescheinigung der bisherigen Hochschule,
6. eine Liste der für die Aufnahmeprüfung vorbereiteten Werke mit
einem Vermerk, ob eine Klavierbegleitung durch ein Mitglied der
Hochschule gewünscht wird,
7. Nachweis über die Zahlung der Eignungsprüfungsgebühr,
8. Minderjährige müssen die schriftliche Einwilligung der gesetzlichen
Vertreter zum Studium beifügen,
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Die Pflicht zur Zahlung der Eignungsprüfungsgebühr entsteht mit der digitalen Bewerbung nach
Maßgabe des § 8 Absatz 1 zu Ziffer 4 der Hochschulgebührensatzung. Eine Rückzahlung der Eignungs-
prüfungsgebühr ist bei Rücknahme der Bewerbung oder bei Ausschluss vom Eignungsprüfungsver-
fahren ausgeschlossen.
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1. Musiktheorie
Im Fach Musiktheorie sind eine 80-minütige Klausur zu schreiben und
eine 15-minütige mündliche Prüfung abzulegen, wodurch die Beherr-
schung der elementaren Musiklehre (Intervalle, Skalen, Schlüssel,
Akkordtypen), Grundkenntnisse der Harmonielehre und der musika-
lischen Analyse (Generalbass, Funktionstheorie, Jazz-/Rock-/Pop-
Harmonielehre, elementare Formenlehre) sowie ausreichende Hör-
fähigkeiten nachgewiesen werden (Intervalle, Akkorde, Blattsingen,
Rhythmus, Musikdiktat).
2. Künstlerisch-praktische Prüfung im Hauptfach
(a) Wird ein Instrument als Hauptfach gewählt, sind in einer 15-minütigen
Prüfung mindestens drei leichte Werke unterschiedlicher Gattungen
aus verschiedenen Epochen vorzuspielen. Außerdem ist ein leichtes
Stück vom Blatt zu spielen.
(b) Wird Gesang als Hauptfach gewählt, sind in einer 15-minütigen Prü-
fung drei Kunstlieder (bzw. eine Arie und zwei Kunstlieder) aus drei
verschiedenen Epochen sowie ein unbegleitetes Volkslied auswendig
vorzutragen und ein Text zu rezitieren.
(c) Wird Schulpraktisches Klavierspiel/Improvisation als Hauptfach ge-
wählt, sind in einer 15-minütigen Prüfung mindestens drei selbst-
ständig arrangierte und am Klavier selbst begleitete Lieder vorzu-
tragen, darunter ein Volkslied und ein Jazzstandard (eine Eigenkom-
position ist erwünscht). Alle Lieder sind in zwei Tonarten darzustel-
len. Zusätzlich wird eine Klavierimprovisation zu einem selbst gewähl-
ten Thema präsentiert. In der Prüfung gibt es zudem spontane Auf-
gaben aus den Bereichen Improvisation, Harmonisierung und Blatt-
spiel.
(d) Wird Komposition/Musiktheorie als Hauptfach gewählt, sind in einer
15-minütigen Prüfung eigene, vor der Prüfung eingereichte Komposi-
tionen vorzustellen sowie analytische und klavierpraktische Aufgaben
insbesondere zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts zu lösen.
(e) Wird ein Jazz/Rock/Pop-Instrument als Hauptfach gewählt, sind für
eine 15-minütige Prüfung mindestens drei Werke unterschiedlichen
Stils und Charakters vorzubereiten. Außerdem ist ein leichtes Stück
vom Blatt zu spielen.
(f) Wird Jazz/Rock/Pop-Gesang als Hauptfach gewählt, sind für eine 15-
minütige Prüfung mindestens drei Songs unterschiedlichen Stils
(Pop/Rock, Jazz, Blues, Latin, Musical, Chanson) und Charakters
auswendig vorzubereiten.
(g) Wird Digitale Musikpraxis als künstlerisches Hauptfach gewählt, ist
eine etwa 10-minütige vielfältige, aussagekräftige Live-Performance
unter Verwendung eigener digitaler Medien (Computer, Looper, Con-
troller o. a.) vorzutragen. Anschließend wird eine etwa 5-minütige
Improvisation zu einem vor Ort gegebenen rhythmischen oder melo-
dischen Motiv bzw. zu einem außermusikalischen Thema realisiert.
Eine Tonanlage und ein Bildschirm werden gestellt, die Aufbau- und
Einrichtungszeit beträgt 30 Minuten.
3. Künstlerisch-praktische Prüfungen in den Nebenfächern Gesang,
Klavier und Schulpraktisches Klavierspiel
(a) Sofern Klavier nicht Hauptfach ist, sind in einer 10-minütigen Prüfung
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1. Musiktheorie
In einem 30-minütigen schriftlichen Test im Fach Musiktheorie werden
folgende musiktheoretische Grundlagen geprüft: Notenkenntnisse im
Violin- und Bassschlüssel, Tonarten und Dreiklänge in Dur und Moll
schreiben und hören, Taktarten erkennen, Intervalle schreiben und
hören.
2. Musikalische Praxis
Die 15-minütige musikpraktische Einzelprüfung besteht aus folgenden
Prüfungsteilen:
1. zwei Stücke unterschiedlicher Epochen mit leichtem Schwierigkeits-
grad auf dem Klavier oder der Gitarre spielen,
2. ein selbstständig arrangierten und zum Klavier oder zur Gitarre
gesungenen Song vortragen sowie einfache Liedmelodien ad hoc
harmonisieren,
3. Blattsingen einer einfachen Melodie, Darstellen eines einfachen
Rhythmus’,
4. zwei einfache Lieder unterschiedlichen Charakters auswendig singen
(davon ein klassisches Kunstlied) und einen selbst gewählten Text
rezitieren.
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sowie ihre Motivation für den Beruf nachvollzogen werden können (max.
7.500 Zeichen)
4. ein Bewerbungsportfolio mit aussagekräftigen Materialien zu eigenen
künstlerischen oder künstlerisch-pädagogischen Projekt (max. 10 Einlagen).
(2) Studienbewerberinnen und -bewerber für den Studiengang Master of Edu-
cation Quereinstieg Lehramt Theater4 absolvieren ein Eignungsgespräch auf der
Grundlage zuvor (a) einzureichender Unterlagen und nehmen an einer (b) Gruppen-
arbeit teil.
a) Dazu gehören:
1. Ein tabellarischer Lebenslauf, dem die vorausgegangenen Studienzeiten,
Studienorte und Studienabschlüsse zu entnehmen sind und der insbesondere
auch die Vorerfahrungen im künstlerisch-pädagogischen Bereich dokumen-
tiert
2. Studienabschlusszeugnisse und Nachweise über einen Studienumfang von
mindestens 240 LP
3. ein Motivationsschreiben, mit dem die Bewerberinnen und Bewerber
ihren bisherigen Bildungsweg in künstlerisch-pädagogischen Hinsicht, ihr
Interesse für den Studiengang sowie ihre Motivation für die Arbeit als
Lehrkraft formulieren (max. 7.500 Zeichen)
4. ein Bewerbungsportfolio mit aussagekräftigen Materialien zu eigenen
künstlerischen oder künstlerisch-pädagogischen Projekt (max. 10 Einlagen).
b) Gegenstand der Gruppenarbeit sind: Übungen zu Improvisation, Interaktion und
Spielleitung
4Studiengangstitel wurde am 12. Januar 2023 geändert in Theater unterrichten, siehe Studien- und
Fachprüfungsordnung (SFPO) Master of Arts Theater unterrichten vom 12. Januar 2023.
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§ 17 Öffentlichkeit
Die Eignungsprüfung ist nicht öffentlich. Mitglieder der Hochschule können durch
einstimmigen Beschluss der Prüfungskommission und bei Zustimmung der Kandidatin
oder des Kandidaten bei künstlerisch-praktischen Prüfungen zuhören. Die Beratungen
der Prüfungskommission sind nicht öffentlich.
§ 18 Prüfungsprotokoll
(1) Über die einzelnen Teile der Eignungsprüfung fertigt die oder der jeweilige
Vorsitzende der Prüfungskommission ein Protokoll, das der Eignungsprüfungsakte der
Studienbewerberin oder des -bewerbers beigefügt wird.
(2) Das Protokoll enthält folgende Angaben:
1. Name, Bewerbernummer und Geburtsdatum der Studienbewerberin oder
des -bewerbers,
2. Tag, Zeit und Ort der Prüfung,
3. die Namen der oder des Vorsitzenden und der Mitglieder der Prüfungs-
kommission,
4. den Gegenstand der Prüfung,
5. das Prüfungsergebnis und die Prüfungsnote gemäß § 19,
6. eine Begründung für das Prüfungsergebnis bei Ablehnung der Bewerberin
oder des Bewerbers,
7. besondere Vorkommnisse.
(3) Das Protokoll ist von der oder dem Vorsitzenden der Prüfungskommission zu
unterschreiben.
(4) Findet die Eignungsprüfung in digitaler Form statt, kann die Protokollierung
in digitaler Form im Bewerbungsportal erfolgen.
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§ 20 Eignungsbescheid
(1) Die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses oder ein von ihr oder ihm
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In den Lehramtsstudiengängen Musik: Pflichtfach bzw. Nebenfach
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V. Aufbaustudiengang Konzertexamen
§ 22 Ziel des Aufbaustudiengangs Konzertexamen
Der viersemestrige Aufbaustudiengang Konzertexamen hat den Charakter einer
Meisterklasse. Kandidatinnen und Kandidaten mit herausragenden Ergebnissen im
bisherigen Studium erhalten eine gezielte Vorbereitung auf ihre besondere künstle-
rische Laufbahn als Solistin/Solist, Kammermusikerin oder Kammermusiker oder
Komponistin/Komponist.
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§ 24 Digitale Eignungsprüfung
(1) Die Eignungsprüfung kann vollständig oder teilweise in digitaler Form durch-
geführt werden. Dazu gehören sowohl die Bewertung einer Bewerberin oder eines Be-
werbers anhand eines oder mehrerer zur Verfügung gestellten Videos als auch Vorspiele
oder Vorsingen und Gespräche über geeignete Videokonferenzdienste oder das Ablegen
schriftlicher Tests oder Klausuren in digitaler Form. Für das Konzertexamen gilt zusätz-
lich, dass die Vorauswahlrunde gemäß § 23 Absatz 2 ebenfalls in digitaler Form
stattfinden kann.
(2) Bei einzureichenden Videos gelten folgende Grundsätze:
Das Video ist von der Bewerberin oder vom Bewerber auf einer in der Einladung zur
Eignungsprüfung genannten Plattform bereitzustellen. Für die korrekte Übermittlung
und Funktionsfähigkeit der übermittelten Daten ist die Bewerberin bzw. der Bewer-
ber verantwortlich.
Die Aufzeichnung muss in einem gängigen Video-Format maximal mit der Auflösung
FullHD erfolgen.
Bei der Aufnahme ist auf eine gute Audio-Qualität zu achten. Bei den Videos muss es
sich um aktuelle Aufnahmen handeln (nicht älter als 6 Monate).
Urheberrechte und Leistungsschutzrechte Dritter sind durch die Bewerberin oder den
Bewerber zu beachten, insbesondere, wenn das Video öffentlich zugänglich bereit-
gestellt wird.
(3) Bei Verfahren mit einer Runde bewerten die Prüfenden das Video gemäß § 19.
Bei mehrteiligen Eignungsprüfungsverfahren erfolgt die Bewertung der Videos durch
die Aufnahmeprüfungskommissionen mit „bestanden/nicht bestanden“. Nur Bewer-
berinnen und Bewerber, die die erste Auswahlrunde bestanden haben, werden zur
nächsten Runde der Eignungsprüfung eingeladen.
(4) Auf Beschluss des Prüfungsausschusses können Teile der digitalen Eignungs-
prüfung ausgesetzt werden.
VI. Schlussbestimmungen
§ 25 Inkrafttreten
Diese Eignungsprüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Veröffentlichung im
Anzeiger der Hochschule für Musik und Theater Rostock in Kraft. Zugleich tritt die
Eignungsprüfungsordnung in der Fassung vom 15. April 2021 außer Kraft.
Der Rektor
der Hochschule für Musik und Theater Rostock
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